Woher kommt eigentlich Franziska?

Franziska ist ein weiblicher Vorname und das weibliche Pendant zum lateinischen Franziskus.

So schaut eine „Franziska“ aus

In seinem Ursprung geht der Name zurück auf den althochdeutschen Wortstamm frank, der soviel heißt wie „frei, kühn“. Franziska wäre somit die Mutige oder die Freie. Auch das Volk der Franken trägt diesen Namensbestandteil in sich. Allerdings geriet diese ursprüngliche Namensdeutung mit der Trennung des Ost- und Westfränkischen Reiches in Vergessenheit und der Name gewann eine neue Bedeutung.

Diese geht zurück auf den heiligen Franz von Assisi. Geboren in Italien taufte ihn seine Mutter auf den Namen Goivanni (Johannes). Zu dieser Zeit befand sich dessen Vater auf einer Handelsreise in Frankreich. Nach seiner Rückkehr gab dieser ihm den Rufnamen Francesco, was soviel bedeutet wie „kleiner Franzose“. Dieser gründete später den Franziskaner Orden, in dem sich der Name Franc etwa um 13 Jh. als eine Ableitung der latinisierten Form seines Namens (Franziskus) verbreitete.

Kurz darauf finden sich auch erste Erwähnungen der weiblichen Namensform. Franziska von Rom wurde 1384 geboren und ging als christliche Ordensgründerin und Mystikerin in die Geschichte ein. Ihr ist der Namenstag am 9.3. zu verdanken.

Franziska war bereits im 19. Jahrhundert ein relativ verbreiteter Name. Zu Anfang des 20. Jahrhunderts sank seine Popularität und er wurde etwas seltener. Einen Boom erlebte der Vorname dann in den Achtzigern, wo er regelmäßig zu den 20 häufigsten weiblichen Babyvornamen gehörte. Dieser Trend ist zwar wieder rückläufig, aber als recht zeitloser Name wird er auch weiterhin an neugeborene Mädchen vergeben.

Auch international ist der Name bekannt, sodass man in unterschiedlichen Varianten auf ihn trifft. Einige davon sind unter anderem: Francesca (italienisch.), Françoise (französisch), Franciszka (polnisch).

Quelle: https://www.babelli.de/franziska/